25 Leute - 1 Idee - 1 Laden
Im Agnesviertel seit 2019

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über uns

Status Quo: das im 19. Jahrhundert entstandene und so benannte Bild des Menschen als homo oeconomicus, der Mensch mit unveränderlichen Präferenzen und einem ständigen Streben nach Nutzenmaximierung, hat unseren Alltag wie er heute ist gestaltet. Hier geht es nicht um ein realistisches Abbild vom Menschen, sondern darum ein Modell zu erschaffen, sodass sich sein Handeln berechnen und vorhersehen lässt. Damit wird ein Menschenbild geprägt, das von einem unveränderlichen Individuum ausgeht und jegliche Art von ergebnisoffenem Lernen oder Kreativität negiert. Was den Menschen steuert ist sein Einkommen, nicht etwa intrinsische Motivation.

Die minhafaktur ist ein kollektiv geführter Laden im Agnesviertel, der von 25 Menschen mitgestaltet wird. 25 Menschen, die davon überzeugt sind, dass ihre intrinsische Motivation ausreicht, ein sowohl persönlich als auch wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen zu führen. Die sich Regeln, Vorschriften und Leitgedanken selbst erarbeiten, erproben, verändern und immer wieder hinterfragen.

 

Es gibt keine Hierarchien und kaum ausformulierte Regeln. Verkauft wird, was junge Künstler*innen und Designer*innen eigenverantwortlich produziert haben. Erschaffen ohne zu Zerstören und weiter verwenden, was es schon gibt und noch lange geben kann, sind die wichtigsten Kriterien für die Daseinsberechtigung der Produkte. Konsum steht dabei jedoch nicht im Mittelpunkt, sondern vielmehr der Austausch und die Arbeit an der Gesellschaft wie sie ist und wie sie sein soll. Denn solange Bambuszahnbürsten und wiederverwendbare Kaffee-Becher die radikalsten Design-Ansätze für eine nachhaltigere Zukunft sind, ist und bleibt die Vorstellung eines Umdenkens in der Gesellschaft eine Illusion.

codex

Wir sind verantwortlich für all unser Handeln, für das was wir Erschaffen und was uns auf dem Weg dahin begegnet. Die Wirkung dessen, was wir in das Gefüge der Gesellschaft einbringen, sollte stets das Schlüsselelement unserer Arbeit sein. Wenn wir wissentlich Arbeit produzieren, die Schaden anrichten soll, geben wir unsere Verantwortung ab. Wenn wir unwissentlich Arbeit produzieren, die anderen schadet, weil wir nicht die volle Tragweite dieser Arbeit berücksichtigt haben, sind wir doppelt schuldig. 

Als Kreativschaffende aller erdenklichen Bereiche, die sowohl physisch als virtuell Output generieren ist es essentiell, die Konsequenzen unserer Arbeit über die ästhetische Gestaltung bzw. über die Verliebtheit in die Cleverness der eigenen Ideen zu stellen. Besonders bei der derzeitigen Überproduktion und Vermüllung des Planeten ist es wichtig, die Daseinsberechtigung neuer Produkte kritisch zu hinterfragen.

Wir freuen uns stets über Anfragen zu Kooperationen oder Aufträgen. Wir sehen es jedoch als unsere Pflicht an, zu hinterfragen, welcher soziale, ökologische und ökonomische Einfluss von dieser Arbeit ausgeht und bei abweichenden, nicht miteinander zu vereinbarenden Ansichten und Zielen, die Zusammenarbeit einzustellen.

Unsere Arbeit soll Menschen verbinden, nicht separieren. Grundsätzlich richtet sich alles was wir tun an alle Menschen, unbeachtet ihrer Herkunft, Religion, Hautfarbe oder Geschlecht. Wir möchten sowohl einen physischen Raum, schaffen, an dem unter den Voraussetzungen eines respektvollen Umgangs miteinander, jede*r so sein kann, wie sie/er es möchte, als auch die Idee dieses unvoreingenommen Raums im sozialen Gefüge der Gesellschaft etablieren. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, den Erfahrungen anderer Menschen zuzuhören, Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund und aus unterschiedlichen Kulturen willkommen zu heißen und zu ermutigen. Platz zu schaffen, für Menschen, denen in unserem sozialen Gefüge wenig Platz eingeräumt wird.

Gesellschaftliche sowie ökologische Herausforderungen unserer Zeit können nicht von Einzelnen Instanzen allein gelöst werden, sondern erfordern Ansätze, die partielle Wirkungsbereiche übersteigen. Deswegen sehen wir die Entwicklung eines Netzwerks, sowohl auf lokaler als auch globaler Ebene als essentiell. Wir sind stets offen andere Kollektive, Menschen oder Gemeinschaften, die ähnliche Ziele verfolgen wie wir mit allen Ressourcen, die wir zur Verfügung haben zu unterstützen.

Kein noch so gut verfasster ethischer Kodex soll konstruktive Kritik ersetzen. Wir sind stets offen für und freuen uns über Kritik oder Verbesserungsvorschläge zu allem, was wir tun. Es macht gute Arbeit besser und verhindert, dass schlechte Arbeit entsteht.

Wirtschaftlicher Erfolg definiert sich für uns nicht über den finanziellen Erfolg. Dieser bildet den Mittel zum Zweck, um das Ziel einer inklusiven, nachhaltigen Gesellschaft weiter verfolgen zu können. So werden die Fragen nach sozialem und ökologischem Einfluss unserer Arbeit vor dem finanziellen Ergebnis priorisiert.

projekte

workshop radio

Für einige nur als Hintergrundbeschallung wahrgenommen, für andere das Highlight des Tages. 

Klänge irgendwo zwischen türkischem Psychedelic-Rock, ekstatischen Jazz Impros und luvluv Sounds begleiten den süßen Samstag und machen aus einer stinknormalen Shopping-Tour eine Ganzkörpererfahrung – das ist unser workshop radio.

Immer samstags live im Laden.

kontakt

minhafaktur
Neusser Str. 8
50670 Köln

 

Donnerstags 11 – 19 Uhr
Freitags 11-19 Uhr
Samstags 10 – 18 Uhr

 

Briefeulen an
minhafaktur@posteo.de